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CVE-2021-27137HighCVSS: 8.1

Schwachstelle in DD-WRT UPnP erlaubt Remote-Buffer-Overflow

Eine unsichere strcpy-Funktion im UPnP-Modul von DD-WRT vor Version 45724 ermöglicht es einem unauthentifizierten Angreifer, einen Buffer-Overflow auszulösen. Der Angriff erfordert aktiviertes UPnP, das standardmäßig deaktiviert ist.

METADATEN

Entdeckt:
16.07.2026
Patch verfügbar:
Ja

BETROFFENE SYSTEME

  • embeDD GmbH DD-WRT <45724

Zusammenfassung

In der UPnP-Implementierung von DD-WRT (Datei router/upnp/src/ssdp.c) wurde eine unsichere strcpy-Funktion entdeckt, die einen Remote-Buffer-Overflow ermöglicht. Ein Angreifer kann eine manipulierte M-SEARCH-Anfrage senden, um einen internen Festpuffer zu überlaufen. Der Angriff ist nur erfolgreich, wenn der DD-WRT-Nutzer UPnP aktiviert hat.

Die Schwachstelle wurde in DD-WRT Revision 45724 behoben und ist dem Botnetzwerk c0xmo (Gafgyt-Variante) zugeordnet, das diese Schwachstelle aktiv ausnutzt.

Technische Details

Eigenschaft Wert
CVE-ID CVE-2021-27137
CVSS-Score 8.1 (High)
Betroffene Funktion ssdp_msearch in router/upnp/src/ssdp.c
Angriffsvektor Unauthentifizierter Fernzugriff über M-SEARCH-Anfrage
Voraussetzung UPnP muss aktiviert sein
Standardkonfiguration UPnP ist deaktiviert, nur auf internen Interfaces hörbar

Der Angriff nutzt eine fehlerhafte Speicherzuweisung in der SSDP-Behandlung (Simple Service Discovery Protocol). Durch das Überschreiben des internen Buffers kann potenziell beliebiger Code ausgeführt werden.

Aktive Nutzung: Das Botnetzwerk c0xmo (Gafgyt-Variante) nutzt diese Schwachstelle aktiv zur Verbreitung. Laut Sicherheitsberichten tötet c0xmo rivalisierende Malware auf infizierten Geräten und übernimmt die Kontrolle.

Betroffene Systeme

Produkt Version
embeDD GmbH DD-WRT Alle Versionen vor Revision 45724

Hinweis: Andere Router-Firmware-Familien, die DD-WRT-Codebases verwenden, können ebenfalls betroffen sein.

Empfehlungen und Maßnahmen

  1. Sofortiges Update: Aktualisieren Sie DD-WRT auf Revision 45724 oder höher.
  2. UPnP deaktivieren: Sofern UPnP nicht benötigt wird, deaktivieren Sie es in den Router-Einstellungen (dies ist die Standardeinstellung).
  3. Netzwerküberwachung: Überwachen Sie auf ungewöhnliche SSDP-Traffic-Muster und verdächtige Aktivitäten im lokalen Netzwerk.
  4. Netzwerksegmentierung: Stellen Sie sicher, dass Router-Management-Schnittstellen nicht aus dem Internet erreichbar sind.

Quellen