CVE-2026-15410HighCVSS: 7.2SonicWall SMA1000: Code-Injection im AMC erlaubt Remote-Ausführung
Ein Code-Injection-Schwachstelle im Appliance Management Console (AMC) der SonicWall SMA1000-Serie ermöglicht einem authentifizierten Administrator die Ausführung beliebiger OS-Befehle. Die Schwachstelle wird aktiv ausgenutzt. Ein Hotfix ist verfügbar.
METADATEN
- Entdeckt:
- 14.07.2026
- Patch verfügbar:
- Ja
BETROFFENE SYSTEME
- •SonicWall SMA1000 12.4.3-03245 ≤12.4.3-03434
- •SonicWall SMA1000 12.5.0-02283 ≤12.5.0-02800
Zusammenfassung
Eine Schwachstelle der Schwere High (CVSS 7.2) wurde in der SonicWall SMA1000 Appliance Management Console (AMC) identifiziert. Die als CVE-2026-15410 kategorisierte Code-Injection-Schwachstelle (CWE-94) ermöglicht es einem remote authentifizierten Angreifer mit Administratorrechten, unter bestimmten Bedingungen beliebige Betriebssystembefehle auszuführen.
Wichtig: SonicWall PSIRT hat festgestellt, dass diese Schwachstelle aktiv ausgenutzt wird. Kunden werden dringend aufgefordert, so schnell wie möglich auf die Hotfix-Version zu aktualisieren.
Technische Details
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| CVE-ID | CVE-2026-15410 |
| CVSS v3 Score | 7.2 (High) |
| CVSS Vector | CVSS:3.0/AV:N/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H |
| CWE | CWE-94 — Improper Control of Generation of Code |
| Angriffstyp | Post-Authentifizierung Code Injection |
| Voraussetzung | Administrator-Zugang zur AMC-Konsole |
| Vertraulichkeit | Hoch (C:H) |
| Integrität | Hoch (I:H) |
| Verfügbarkeit | Hoch (A:H) |
| Bekannter Exploit | Ja — aktive Exploitation wird beobachtet |
Die Schwachstelle befindet sich in der Appliance Management Console (AMC) der SMA1000-Serie. Ein Angreifer, der sich bereits als Administrator authentifiziert hat, kann unter bestimmten Umständen beliebige OS-Befehle auf dem Gerät ausführen. Der Angriff erfordert Network-Zugang (AV:N) und administrator-level Privilegien (PR:H) — ein kompromittiertes Admin-Konto wird benötigt.
Betroffene Systeme
| Produkt | Betroffene Versionen |
|---|---|
| SonicWall SMA1000 (Modelle 6210, 7210, 8200v) | 12.4.3-03245, 12.4.3-03387, 12.4.3-03434 (platform-hotfix) |
| SonicWall SMA1000 (Modelle 6210, 7210, 8200v) | 12.5.0-02283, 12.5.0-02624, 12.5.0-02800 (platform-hotfix) |
Hinweis: Diese Schwachstelle betrifft nicht SSL-VPN auf SonicWall Firewalls oder die SMA 100-Serie.
Empfehlungen und Maßnahmen
Sofortige Maßnahmen
-
Hotfix installieren — Aktualisieren Sie so schnell wie möglich auf die neueste Hotfix-Version:
- Version 12.4.3-03453 (platform-hotfix) oder höher
- Version 12.5.0-02835 (platform-hotfix) oder höher
- Die neueste platform-hotfix ist unter mysonicwall.com verfügbar
-
Forensische Analyse durchführen — Überprüfen Sie das System auf Anzeichen einer Kompromittierung (IoCs):
- Einträge in extraweb_access.log mit Requests zu api/login oder api/logout mit HTTP-Status 200
- Einträge in extraweb_access.log mit verdächtigen Requests zu wsproxy mit HTTP-Status 101
- Hotfix-Rollbacks mit Path-Traversal-Namen in ctrl-service.log
- Routen für api/login oder api/logout in /var/lib/unit/conf.json
Bei nachgewiesener Kompromittierung
- System neu aufsetzen — Hardware-Appliance neu flashen oder virtuelle Appliance neu deployen
- Passwörter zurücksetzen — Alle Benutzer- und Administratorkennwörter ändern
- TOTP-Token zurücksetzen — Alle Multi-Factor-Authentifizierung-Token erneuern
Workaround
Kein Workaround verfügbar — ein Upgrade ist die einzige Maßnahme.
Quellen
- SonicWall Security Advisory SNWLID-2026-0008: https://psirt.global.sonicwall.com/vuln-detail/SNWLID-2026-0008
- mysonicwall.com Hotfix-Downloads: https://www.mysonicwall.com/