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CVE-2026-35616CriticalCVSS: 9.1

Kritische Schwachstelle in FortiClientEMS ermöglicht Codeausführung

Fortinet hat eine kritische Sicherheitslücke in FortiClientEMS gemeldet, die eine nicht authentifizierte Codeausführung ermöglicht. Die Schwachstelle (CVE-2026-35616) wird bereits aktiv ausgenutzt. Ein Hotfix sowie ein Upgrade auf Version 7.4.7 stehen zur Verfügung.

METADATEN

Entdeckt:
04.04.2026
Patch verfügbar:
Ja

BETROFFENE SYSTEME

  • FortiClientEMS 7.4.5
  • FortiClientEMS 7.4.6

Zusammenfassung

Fortinet hat eine kritische Sicherheitslücke in FortiClientEMS (Endpoint Management Server) veröffentlicht, die unter CVE-2026-35616 geführt wird. Die Schwachstelle erlaubt es einem nicht authentifizierten Angreifer, durch manipulierte Anfragen beliebigen Code auszuführen. Der CVSS-Score beträgt 9.1 (Critical). Fortinet bestätigt, dass diese Lücke bereits aktiv ausgenutzt wird.

Technische Details

Bei CVE-2026-35616 handelt es sich um eine Schwachstelle durch unzureichende Zugriffskontrolle (CWE-284: Improper Access Control) in der API von FortiClientEMS. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann durch speziell präparierte Anfragen die Zugriffskontrollen umgehen und beliebigen Code mit den Privilegien des Dienstes ausführen. Dies ermöglicht eine vollständige Kompromittierung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit des betroffenen Systems.

CVSS-Vektor: AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H/E:F/RL:O/RC:C

Betroffene Systeme

  • FortiClientEMS 7.4.5
  • FortiClientEMS 7.4.6

Nicht betroffen: FortiClientEMS 7.2.x, FortiClient Cloud und FortiSASE (alle wurden bereits von Fortinet remediert).

Empfehlungen und Maßnahmen

Fortinet empfiehlt betroffenen Kunden dringend, folgende Schritte umgehend durchzuführen:

  1. Hotfix einspielen: Der Hotfix steht ab sofort zur Verfügung. Installationsanleitungen finden sich in den jeweiligen Release Notes.
  2. Upgrade planen: Ein Upgrade auf FortiClientEMS 7.4.7 (sobald verfügbar) wird empfohlen, da dieses den permanenten Fix enthält.
  3. Netzwerkzugriff einschränken: Die API-Schnittstellen sollten nur aus vertrauenswürdigen Netzwerken erreichbar sein.
  4. Überwachung intensivieren: Auf ungewöhnliche API-Zugriffe und verdächtige Prozessausführungen achten.

Da diese Schwachstelle bereits aktiv ausgenutzt wird, sollte die Behebung mit höchster Priorität behandelt werden.

Quellen