CVE-2026-42208CriticalCVSS: 9.3LiteLLM: SQL-Injection in der API-Key-Prüfung (CVE-2026-42208)
In LiteLLM, einem AI-Gateway-Proxy, ermöglicht eine SQL-Injection-Schwachstelle in der API-Key-Prüfung unauthentifizierten Angreifern das Auslesen und Manipulieren von Datenbankinhalten. Betroffen sind die Versionen 1.81.16 bis vor 1.83.7.
METADATEN
- Entdeckt:
- 08.05.2026
- Patch verfügbar:
- Ja
BETROFFENE SYSTEME
- •berriai LiteLLM >= 1.81.16
- •< 1.83.7
Zusammenfassung
In LiteLLM, einem Open-Source-Proxy-Server (AI Gateway) für LLM-APIs, wurde eine kritische Sicherheitslücke in der API-Key-Validierung entdeckt. Die Schwachstelle (CVE-2026-42208) ermöglicht es einem nicht authentifizierten Angreifer, durch einen speziell präparierten Authorization-Header eine SQL-Injection in der Proxy-Datenbank auszuführen. Dadurch können vertrauliche Daten aus der Datenbank ausgelesen und möglicherweise manipuliert werden, was zu unbefugtem Zugriff auf den Proxy und die von ihm verwalteten Anmeldeinformationen führt.
Technische Details
Die Sicherheitslücke besteht in der Datenbankabfrage, die bei der Prüfung von Proxy-API-Keys verwendet wird. Der vom Aufrufer übermittelte Key-Wert wird direkt in den Abfrage-String eingefügt, anstatt als separater Parameter übergeben zu werden (Parameterized Query). Dies ermöglicht eine SQL-Injection.
Ein Angreifer kann einen manipulierten Authorization-Header an beliebige LLM-API-Endpunkte senden (z. B. POST /chat/completions). Die Anfrage durchläuft den Fehlerbehandlungspfad des Proxys und erreicht die verwundbare Datenbankabfrage. Auf diese Weise können Daten aus der Datenbank extrahiert werden.
Betroffene Systeme
- berriai LiteLLM: Versionen 1.81.16 bis einschließlich 1.83.6 (vor 1.83.7)
Empfehlungen und Maßnahmen
- Sofortmaßnahme: Update auf LiteLLM Version 1.83.7 oder neuer durchführen.
- Der Patch ist im GitHub-Repository unter https://github.com/BerriAI/litellm/releases/tag/v1.83.7-stable verfügbar.
- Nach dem Update sollten alle API-Keys rotiert und die Datenbank auf Anzeichen einer Kompromittierung überprüft werden.
- Als Best Practice sollte die Datenbankverbindung ausschließlich mit parametrisierten Queries arbeiten.