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CVE-2026-55255HighCVSS: 8.4

IDOR-Schwachstelle in Langflow ermöglicht Ausführung fremder KI-Workflows

Eine Insecure Direct Object Reference (IDOR) im Endpunkt /api/v1/responses von Langflow erlaubt es authentifizierten Angreifern, durch Angabe einer fremden Flow-ID beliebige Workflows anderer Benutzer auszuführen. Die Schwachstelle wurde in Version 1.9.1 behoben.

METADATEN

Entdeckt:
23.06.2026
Patch verfügbar:
Ja

BETROFFENE SYSTEME

  • langflow-ai langflow < 1.9.2
  • langflow-ai langflow < 1.9.1

Zusammenfassung

In Langflow, einer Plattform zum Erstellen und Bereitstellen von KI-gestützten Agenten und Workflows, wurde eine kritische IDOR-Schwachstelle (Insecure Direct Object Reference) im API-Endpunkt /api/v1/responses entdeckt. Authentifizierte Angreifer können durch die Angabe einer fremden Flow-ID im Request beliebige Workflows anderer Benutzer ausführen. Der CVSS-Score von 8.4 stuft die Schwachstelle als “High” ein.

Technische Details

Die Schwachstelle basiert auf einer fehlenden Autorisierungsprüfung im Endpunkt /api/v1/responses. Ein authentifizierter Benutzer mit niedrigen Berechtigungen kann durch Manipulation der Flow-ID im API-Request auf Workflows zugreifen, die ihm nicht gehören. Da keine Überprüfung der Besitzverhältnisse stattfindet, lässt sich der entsprechende Flow ausführen, als wäre der Angreifer dessen Eigentümer.

Ein erfolgreicher Angriff ermöglicht:

  • Ausführung sensibler oder proprietärer KI-Workflows anderer Benutzer
  • Möglicherweise Zugriff auf verarbeitete Daten, die in den Workflows verwendet werden
  • Potenzielle Manipulation von KI-Outputs oder Automatisierungsketten

Betroffene Systeme

  • langflow-ai langflow < 1.9.1 (Hauptversion, in der die Schwachstelle direkt behoben wurde)
  • langflow-ai langflow < 1.9.2 (Versionsbereich, in dem die Verwundbarkeit existiert)

Empfehlungen und Maßnahmen

  • Update auf Version 1.9.1 oder höher: Betreiber sollten Langflow umgehend auf die gepatchte Version 1.9.1 (oder neuer) aktualisieren.
  • Zugriffsprotokolle prüfen: Administratoren sollten die Logs auf verdächtige Aufrufe des Endpunkts /api/v1/responses untersuchen, insbesondere auf Flow-IDs, die nicht dem aufrufenden Benutzer zugeordnet sind.
  • Eingehende API-Zugriffe beschränken: Falls ein sofortiges Update nicht möglich ist, sollte der Zugriff auf den betroffenen Endpunkt netzwerkseitig eingeschränkt werden.
  • Authentifizierungs- und Autorisierungsprüfungen verstärken: Allgemein empfiehlt es sich, alle API-Endpunkte auf konsequente Owner-Checks zu überprüfen.

Quellen