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CVE-2026-85102CriticalCVSS: 9.8

Kritische RCE-Lücke in Check Point Quantum Gateway (CVE-2026-85102)

Eine kritische Schwachstelle in der VPN-Verhandlung von Check Point Quantum Security Gateways ermöglicht einem nicht authentifizierten Angreifer aus der Ferne die Ausführung beliebigen Codes. Ursache ist eine fehlerhafte Prüfung des Zertifikatsvertrauens, bewertet mit CVSS 9.8. Administratoren sollten umgehend die bereitgestellten Jumbo Hotfixes oder LivePatches einspielen.

METADATEN

Entdeckt:
09.09.2026
Patch verfügbar:
Ja

BETROFFENE SYSTEME

  • •Check Point Quantum Security Gateway R82.10 mit Jumbo Hotfix Take 43 oder darunter
  • •Check Point Quantum Security Gateway R81.20 mit Jumbo Hotfix Take 165 oder darunter
  • •Check Point Quantum Security Gateway R82 mit Jumbo Hotfix Take 125 oder darunter

Zusammenfassung

Check Point warnt vor der kritischen Schwachstelle CVE-2026-85102 in Quantum Security Gateways mit CVSS-Score 9.8. Durch fehlerhafte Validierung von Zertifikatsdaten während der VPN-Verhandlung kann ein nicht authentifizierter Angreifer aus der Ferne beliebigen Code auf dem Gateway ausführen. Betroffen sind Site-to-Site VPN mit Zertifikats-Authentifizierung sowie Remote Access VPN der Versionen R81.20, R82 und R82.10. Check Point hat Jumbo Hotfixes und einen dringenden LivePatch zum Schutz bereitgestellt.

Technische Details

Die Schwachstelle liegt in der Verarbeitung von Zertifikatsdaten während der IKE-Verhandlung für VPN-Verbindungen (UDP/500, UDP/4500, TCP/443). Durch Improper Certificate Trust Validation kann ein Angreifer speziell präparierte VPN-Handshake-Pakete senden und so eine Authentifizierungsumgehung mit anschließender Remote Code Execution (RCE) auf dem Gateway erreichen. Ein Angriff erfordert keine Authentifizierung und keine Benutzerinteraktion, lediglich Netzwerkzugriff auf die VPN-Schnittstelle. Die Schwachstelle wird unter CVE-2026-85102 mit CVSS 9.8 (Critical) geführt. Laut Check Point sk1000117 sind für Site-to-Site VPN Gateways betroffen, die Zertifikats-Authentifizierung nutzen oder erlauben, darunter DAIP- und LSV-Szenarien. Gateways, die ausschließlich Pre-Shared-Key Communities nutzen, sind nicht verwundbar. Ebenfalls betroffen sind Check Point Spark Firewalls mit Site-to-Site oder Remote Access VPN.

Betroffene Systeme

  • Check Point Quantum Security Gateway R82.10 mit Jumbo Hotfix Take 43 oder darunter
  • Check Point Quantum Security Gateway R81.20 mit Jumbo Hotfix Take 165 oder darunter
  • Check Point Quantum Security Gateway R82 mit Jumbo Hotfix Take 125 oder darunter
  • Laut Hersteller zusätzlich: R81.10, R81.10.x, R82.00.x sowie EoS-Versionen R80 bis R81.10 und Spark Firewalls R81.10 / R82.00
  • Nicht betroffen: R82.20

Empfehlungen und Maßnahmen

  1. Patches sofort einspielen: Update auf Jumbo Hotfix Accumulator R82.10 ab Take 44, R82 ab Take 126, R81.20 ab Take 166, R81.10 ab Take 190 sowie Spark Firewall R82.00.10 ab Build 2325 und R81.10.17 ab Build 4968.
  2. LivePatch nutzen: Falls kein sofortiges Jumbo-Update möglich ist, Check Point LivePatch BUNDLE_URGENT_SECURITY_UPDATE Take 26 installieren. Bei aktivierter Automatik wird der Schutz automatisch angewendet, Installation mit cplp list und cpinfo -y CPupdates verifizieren.
  3. Mitigation bei Update-Verzug: Für Site-to-Site VPN implied Rules für VPN deaktivieren und explizite Regeln für UDP/500 und UDP/4500 nur für bekannte Peer-IPs erlauben (siehe sk179346). Für Remote Access VPN implied Rules deaktivieren und explizite Access-Control-Regeln für UDP/500, UDP/4500, TCP/443 und ggf. TCP/80 mit eingeschränkten Quell-IPs erstellen.
  4. Erkennung und Härtung: Gateways auf verdächtige IKE-Verbindungsversuche und Abstürze von iked, vpnd und cpcert-Prozessen prüfen, VPN-Logs auswerten und Internet-exponierte Management- und VPN-Dienste auf das notwendige Minimum reduzieren.

Quellen