CVE-2026-85880HighCVSS: 7.8Windows ALPC: Heap-basierter Pufferüberlauf ermöglicht lokale Rechteausweitung
In Windows ALPC (Advanced Local Procedure Call) wurde ein Heap-basierter Pufferüberlauf entdeckt, der es einem autorisierten Angreifer ermöglicht, lokal Privilegien auszuweiten. Ein erfolgreicher Angriff kann zur vollständigen Übernahme des betroffenen Systems führen. Microsoft hat einen Sicherheitspatch veröffentlicht.
METADATEN
- Entdeckt:
- 08.09.2026
- Patch verfügbar:
- Ja
BETROFFENE SYSTEME
- •Microsoft Windows Server 2012 (Server Core installation) 6.2.9200.0 <6.2.9200.26349
- •Microsoft Windows Server 2016 10.0.14393.0 <10.0.14393.9512
- •Microsoft Windows Server 2012 6.2.9200.0 <6.2.9200.26349
- •Microsoft Windows 10 Version 22H2 10.0.19045.0 <10.0.19045.7725
- •Microsoft Windows Server 2022 10.0.20348.0 <10.0.20348.5622
- •Microsoft Windows Server 2016 (Server Core installation) 10.0.14393.0 <10.0.14393.9512
- •Microsoft Windows Server 2019 (Server Core installation) 10.0.17763.0 <10.0.17763.9245
- •Microsoft Windows 10 Version 21H2 10.0.19044.0 <10.0.19044.7725
- •Microsoft Windows Server 2019 10.0.17763.0 <10.0.17763.9245
- •Microsoft Windows 10 Version 1607 10.0.14393.0 <10.0.14393.9512
- •Microsoft Windows Server 2012 R2 6.3.9600.0 <6.3.9600.23397
- •Microsoft Windows 10 Version 1809 10.0.17763.0 <10.0.17763.9245
- •Microsoft Windows Server 2012 R2 (Server Core installation) 6.3.9600.0 <6.3.9600.23397
Zusammenfassung
CVE-2026-85880 betrifft eine Schwachstelle im Windows ALPC (Advanced Local Procedure Call), die als Heap-basierter Pufferüberlauf klassifiziert ist. Ein autorisierter Angreifer mit lokalem Zugriff kann diese Schwachstelle ausnutzen, um Privilegien auf dem betroffenen System auszuweiten. Microsoft stuft die Schwachstelle mit einem CVSS-Score von 7.8 (High) ein und bestätigt, dass sie bereits aktiv ausgenutzt wird.
Technische Details
Die Schwachstelle besteht in einem Heap-basierten Pufferüberlauf in der Windows-ALPC-Komponente. Durch das Senden speziell präparierter ALPC-Nachrichten kann ein Angreifer Speicher korrumpieren und dadurch Code mit erhöhten Rechten ausführen. Ein erfolgreicher Angriff erfordert, dass der Angreifer bereits über ein gültiges Benutzerkonto auf dem Zielsystem verfügt. Der CVSS-Vektor lautet: AV:L/AC:L/PR:L/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:H.
Betroffene Systeme
Folgende Microsoft-Produkte sind von der Schwachstelle betroffen, sofern sie eine ältere Version als die jeweils genannte aufweisen:
- Microsoft Windows Server 2012 (6.2.9200.0 < 6.2.9200.26349)
- Microsoft Windows Server 2012 (Server Core installation) (6.2.9200.0 < 6.2.9200.26349)
- Microsoft Windows Server 2012 R2 (6.3.9600.0 < 6.3.9600.23397)
- Microsoft Windows Server 2012 R2 (Server Core installation) (6.3.9600.0 < 6.3.9600.23397)
- Microsoft Windows Server 2016 (10.0.14393.0 < 10.0.14393.9512)
- Microsoft Windows Server 2016 (Server Core installation) (10.0.14393.0 < 10.0.14393.9512)
- Microsoft Windows Server 2019 (10.0.17763.0 < 10.0.17763.9245)
- Microsoft Windows Server 2019 (Server Core installation) (10.0.17763.0 < 10.0.17763.9245)
- Microsoft Windows Server 2022 (10.0.20348.0 < 10.0.20348.5622)
- Microsoft Windows 10 Version 1607 (10.0.14393.0 < 10.0.14393.9512)
- Microsoft Windows 10 Version 1809 (10.0.17763.0 < 10.0.17763.9245)
- Microsoft Windows 10 Version 21H2 (10.0.19044.0 < 10.0.19044.7725)
- Microsoft Windows 10 Version 22H2 (10.0.19045.0 < 10.0.19045.7725)
Empfehlungen und Maßnahmen
- Installieren Sie umgehend die von Microsoft bereitgestellten Sicherheitsupdates für alle betroffenen Systeme. Der Patch ist seit dem 8. September 2026 verfügbar.
- Da die Schwachstelle bereits aktiv ausgenutzt wird, sollte die Installation der Updates als höchste Priorität behandelt werden.
- Überwachen Sie Systeme auf Anzeichen einer Kompromittierung und prüfen Sie verdächtige lokale Aktivitäten.
- Beschränken Sie lokalen Zugriff auf Systeme auf das notwendige Minimum und wenden Sie das Prinzip der geringsten Privilegien an.
- Falls eine sofortige Aktualisierung nicht möglich ist, ergreifen Sie kompensierende Maßnahmen und überwachen Sie betroffene Systeme verstärkt.